Aufbewahrungsfristen

Von A bis Z: Steuerliche Aufbewahrungsfristen

Aktuell Thomas Weiss pixelio
Foto: © Thomas Weiss./Pixelio

Jeder Kaufmann ist verpflichtet, geschäftliche Unterlagen über einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren. Man unterscheidet dabei Fristen von sechs und zehn Jahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt jeweils mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzten Änderungen oder Handlungen in den jeweiligen Unterlagen vorgenommen wurden bzw. Handelsbriefe empfangen oder abgesandt wurden. 

Das unter Downloads abrufbare Merkblatt bietet grundlegende Informationen zu den Aufbewahrungsfristen und in bewährter Form einen alphabetischen Überblick, welche Unterlagen zum 1. Januar 2015 vernichtet werden dürfen. 

Die IHK für München und Oberbayern hat sich seit langem für eine Kürzung der ‎Aufbewahrungsfristen ausgesprochen. Im Herbst 2013 hat sie 20 Empfehlungen zum ‎Unternehmenssteuerrecht erstellt, die ‎‎aus Sicht der Wirtschaft in der jetzigen ‎Legislaturperiode angegangen werden müssen. ‎‎Im Vordergrund stehen dabei ‎Maßnahmen, die das Steuerrecht leistungsorientiert ‎‎gestalten, die Bürokratiekosten ‎senken und die Planungssicherheit für Unternehmen ‎‎erhöhen und nicht zuletzt die ‎Existenzgründer entlasten. ‎Zusammen mit einer zeitnahen Durchführung von ‎Betriebsprüfungen fordert die IHK unverändert die Verkürzung der ‎Aufbewahrungsfristen auf 5 Jahre (Empfehlung 10). Dadurch würden die ‎Bürokratiekosten für die Wirtschaft deutlich reduziert.‎ 

Bereits durch das Ende 2012 vorbereitete Jahressteuergesetz 2013 (JStG 2013) sowie durch einen gesonderten Gesetzesentwurf (Gesetzes zur Verkürzung der Aufbewahrungsfristen und zur Änderung ‎weiterer steuerlicher Vorschriften)‎ sollte die derzeit zehnjährige Aufbewahrungsfrist schrittweise zunächst auf acht Jahre und dann auf sieben Jahren verkürzt werden. Allein diese Maßnahme sollte zu einem Einsparpotential für die Unternehmen von jährlich rund 2,5 Mrd. Euro führen. Mit Ablauf der Legislaturperiode im Herbst 2013 konnten diese Gesetzentwürfe aber nicht mehr umgesetzt werden. Im Koalitionsvertrag hat die Große Koalition aber bekräftigt, die Wirtschaft und die Bürger weiter spürbar von unnötiger Bürokratie, insbesondere bei den Informations- und Nachweispflichten, entlasten zu wollen.

 


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