Lebensmittelinformationsverordnung

Einheitliche Kennzeichnung von Lebensmitteln in der EU

Lebensmittelverordnung
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Seit dem 13. Dezember 2014 gilt europaweit die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).

Rechtliche Grundlagen

Ziel der Verordnung ist, dass das geltende Nährwert- und Kennzeichnungsrecht, insbesondere die Richtlinien 2000/13/EG und 90/496/EWG und deren nationale Umsetzungen, die Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung (LMKV) und die Nährwertkennzeichnungs-Verordnung (NKV) abgelöst werden.

Wichtige Änderungen vom 13. Dezember 2014 an

Die Lebensmittelinformations-Verordnung enthält u.a. Regelungen zur

  • Herkunftskennzeichnung sowie zu
  • Hinweispflichten bei Lebensmittelimitaten und koffeinhaltigen Produkten. Bei Lebensmittelimitaten muss in der Nähe des Produktnamens angegeben werden, welcher klassische Bestandteil ersetzt wurde.
  • Angaben zu Allergenen werden zukünftig auch bei nicht fertig abgepackten Lebensmitteln zwingend vorgeschrieben. Detaillierte Infos dazu finden Sie hier.
  • Vorgeschrieben ist eine Mindestgröße bei der Schrift bei Pflichtangaben. Sie beträgt 1,2mm Höhe bzw. 0,9 mm Höhe bei sehr kleinen Produkten wie beispielsweise Müsliriegeln.
  • Bei Fleischprodukten muss auch das Datum des ersten Einfrierens angegeben werden.

Wichtige Änderungen vom 13. Dezember 2016 an

  • Durch die Lebensmittelinformations-Verordnung wird erstmals eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung für alle vorverpackten Lebensmittel eingeführt, d.h. der Energiegehalt sowie die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz müssen angegeben werden.

Die Verordnung sowie ein Merkblatt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden Sie im Downloadbereich. Einen Fragen-Antworten-Katalog mit Auslegungshinweisen der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten zur EU-Verordnung Nr. 1169/2011 finden Sie hier zum Herunterladen.

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wird häufig gestellte Fragen mit Antworten im Internet veröffentlichen. Unter der E-Mail-Adresse allergenkennzeichnung@muenchen.ihk.de werden entsprechende Fragen gesammelt und an das Ministerium weitergeleitet.


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