Gentechnik-Gesetz

Novellierung des Gentechnik-Rechts abgeschlossen

Seit 1990 gibt es in Deutschland ein Gentechnik-Gesetz. Inzwischen wurde es mehrfach geändert. Die neue Fassung ist im April 2008 in Kraft getreten.

Das Gesetz schafft einen rechtlichen Rahmen für die Forschung. Es erleichtert gentechnisches Arbeiten in Anlagen der unteren Sicherheitsstufen und erleichtert für gentechnisch veränderte Organismen (GVO), mit denen schon genügend Erfahrungen gesammelt wurde, die Freisetzung durch ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren.

Gleichzeitig soll gewährleistet werden, dass Lebens- und Futtermittel konventionell, ökologisch oder unter Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen erzeugt und in Verkehr gebracht werden können. Es wurden erstmals konkrete Abstandsregeln eingeführt. Daneben sind weitere Vorschriften zur guten fachlichen Praxis vorgesehen, die den Umgang mit GVO bei Ernte, Transport und Lagerung regeln.

Neu ist auch die Änderung des EG-Gentechnik-Durchführungsgesetzes. Darin wird die neue Kennzeichnung 'ohne Gentechnik' geregelt. Künftig können vor allem tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier oder Milch mit einem Etikett 'ohne Gentechnik' versehen werden, auch wenn die Futterzusätze aus gv-Mikroorganismen hergestellt worden sind. 

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesminiserium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Die Gesetzestexte können Sie hier finden.

zurück