Medientage: Praktika sind keine Lösung
IHKs in München und Köln werben für mehr Ausbildung in der Medienwirtschaft
Eine Premiere gibt es vom 19. bis zum 21. Oktober 2011 bei den Medientagen im ICM München: Erstmals präsentieren sich dort die IHK für München und Oberbayern sowie die IHK Köln gemeinsam im Rahmenprogramm und mit einem Messestand. Ziel ist es, die anwesenden Medienunternehmen über Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer Branche zu informieren. Für die Medienregionen München und Köln sind gut ausgebildete Fachkräfte ein klarer Standortvorteil.
Viele junge Menschen, so die Einschätzung der beiden IHKs, sind für eine berufliche Zukunft in der attraktiven Medienwelt bereit, als Praktikanten, Freelancer sowie Un- und Angelernte zu arbeiten. Gleichzeitig suchen Unternehmen gut qualifizierte und grundlegend ausgebildete Fachkräfte und Akademiker. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Medienunternehmen den Mangel an Fachkräften beklagen werden, die sich in einer schnell wandelnden Medienwelt auf neue Rahmenbedingungen einstellen können.
„In der bayerischen Landeshauptstadt sind nach einer gemeinsamen Untersuchung von Stadt und IHK 15.000 Unternehmen in den Medien oder der Werbung aktiv, die zusammen rund 95.000 Mitarbeiter beschäftigen“, betont Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. München habe nicht nur als Verlagsstadt Weltgeltung, sondern sei auch untrennbar mit weltberühmten Filmproduktionen wie „Der Name der Rose“ oder „Nirgendwo in Afrika“ verbunden. „Damit die Medienwirtschaft weiter floriert, braucht sie die besten Fachkräfte. Wir sind deshalb auf den Medientagen, um Möglichkeiten und Wert einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung zu demonstrieren," so Driessen.
"Köln gehört ebenfalls zu den europaweit führenden Medienstandorten", unterstreicht Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. Dazu würden der WDR und RTL beitragen, ebenso wie viele andere Fernseh- und Radiosender, die von Köln aus ihre Programme ausstrahlen. „Etwa ein Drittel des gesamten deutschen Fernsehprogramms wird hier produziert", so Ferger weiter. Die Bedeutung der Region Köln zeige sich auch in der Filmbranche: Internationale Stars wie Helen Mirren, Juliette Binoche oder Senta Berger stünden in Köln vor der Kamera. „Auf den Medientagen München wollen wir zeigen, dass die Region Köln ein Schwergewicht in der Medienbranche ist“, betont auch der Kölner IHK-Hauptgeschäftsführer.
Am ersten Kongresstag diskutieren von 15:00 bis 16:00 Uhr Friederike Behrends, Geschäftsführerin der WDR mediagroup digital, Köln, und Kiki Koch, Production Director "Welt der Wunder", München, moderiert von Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der Münchner IHK, im Panel "Medienwirtschaft und Fachkräftebedarf - Praktika sind keine Lösung". Professor Werner Schwaderlapp, Direktor des Medien Management Instituts an der Hochschule Fresenius, Köln, führt mit einem Impulsreferat in das Thema ein.
Als Eyecatcher zur Bewerbung dieses gemeinsamen Programmpunktes und des Gemeinschaftsstandes dient eine am Eingang des Kongresszentrums aufgebaute Wurstbraterei, bekannt aus den Schluss-Szenen des "Köln-Tatort".
Der IHK-Stand befindet sich im Foyer, H3. Weitere Informationen sind unter www.muenchen.ihk.de abrufbar, ebenso die neue Broschüre der beiden IHKs „Azubis, Akademiker, Praktikanten, Paradiesvögel – Trends in Aus- und Fortbildung in den Medien“.
Infos zum Auftritt der beiden IHKs auf den Medientagen finden Sie hier.
