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Industrie erteilt Oberbayern Spitzenwerte

Sichere Energieversorgung hat höchste Priorität

 

 

 

Die Industrie ist nicht alles, aber ohne die Industrie läuft in Oberbayern nichts. Die IHK für München und Oberbayern hat deshalb 268 oberbayerische Industrieunternehmen nach ihrer Zufriedenheit mit dem Standort befragt, wie sie wettbewerbsfähig bleiben wollen und was sie sich von der Politik erwarten. „Wir müssen dieser Branche einen dauerhaft leistungsfähigen Standort bieten können, denn sie trägt erheblich zum Wohlstand Oberbayerns bei“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Sie erwirtschaftet über 120 Milliarden Euro Umsatz und an ihr hängen direkt über 300.000 Arbeitsplätze. Zusätzlich sorgt sie für Nachfrage und Arbeitsplätze bei den unternehmensnahen Dienstleistern.

 

Besonders positiv bewerten die oberbayerischen Unternehmen die Verkehrs- und IT-Infrastruktur (Schulnoten 2,3 und 2,4). Fast ebenso zufrieden sind sie mit der Qualität der vorhandenen Fachkräfte (2,4), allerdings nicht mit der Verfügbarkeit von geeigneten Fachkräften (3,2). Die Industrieunternehmen schätzen auch, dass sie vor Ort Zulieferunternehmen finden und Gewerbeflächen vorhanden sind.

 

Eine glatte Fünf erteilen sie dagegen dem komplexen und nicht praxistauglichen Steuerrecht. Nahezu ebenso kritisch bewerten sie die Steuer- und Abgabenlast (4,4). Auch die langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie geringe Effizienz der Behörden (jeweils 4,2) entwickeln sich zum Standortnachteil. „Hier muss die Politik dringend handeln, wenn sie nicht die Standortvorteile gefährden will“, so Driessen.

 

Um dem demographischen Wandel und den knapper werdenden Ressourcen zu trotzen, setzen die Industrieunternehmen vor allem auf gut ausgebildete Mitarbeiter, mehr Effizienz, innovative Produkte und neue Absatz- und Beschaffungsmärkte. So investiert mittlerweile fast jedes Unternehmen in die Qualifizierung von Mitarbeitern. Neun von zehn Befragten lassen sich etwas einfallen, um Mitarbeiter zu binden und 85 Prozent treiben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voran. „Gerade in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen wird dies eine absolute Voraussetzung, um die Mitarbeiter zu halten“, ist Driessen überzeugt.

 

Von der Politik erwarten die Unternehmen in erster Linie eine sichere Energieversorgung. Grundsätzlich stehen die Unternehmen der Energiewende aufgeschlossen gegenüber. Sie fordern auch den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieinfrastruktur zu forcieren und die Energie- und Rohstoffforschung zu stärken.

 

Weiter stehen auch eine Senkung der Lohnzusatzkosten und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen.

 

Die Studie „Oberbayern: Spitzenstandort für die Industrie“ ist ab sofort unter www.muenchen.ihk.de abrufbar. Die IHK präsentiert die Ergebnisse zusammen mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil am 25.10.2011 der Öffentlichkeit. Ort der Veranstaltung: Kongresscenter der Schreiner Group, Mittenheimer Straße 62, 85764 Oberschleißheim, 9 – 13:30 Uhr.

 

 

 

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