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Hunderte Ausbildungsstellen in München unbesetzt

München, 30.10.2006 (IHK/HWK)  Die Ergebnisse der Nachvermittlungsaktion in München haben bestätigt, dass von einer angeblich immer größer werdenden Lehrstellenlücke nicht die Rede sein kann. Im Gegenteil: Hunderte von Ausbildungsstellen in der Landeshaupt­stadt konnten bis jetzt nicht besetzt werden. „Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass alle Jugendlichen, die diesen Termin nutzen, ein Angebot für eine Lehrstelle oder Einstiegsqualifizierung erhalten“, sagt IHK-Präsident Erich Greipl. Um so erschreckender sei es deshalb, bestätigt Heinrich Traublinger (MdL), Präsident der Handwerkskammer, „dass 72 Prozent der eingeladenen Jugendlichen zu diesem Termin erst gar nicht erschienen sind.“

 

Die Arbeitsagentur München hatte 200 noch unversorgte Bewerber eingeladen, von denen allerdings nur 56 zur Nachver­mittlung erschienen sind. Sie konnten sich aus 595 freien Ausbildungsplätzen und 606 Einstiegsqualifizierungen der IHK und der Handwerkskammer das Passende heraussuchen. „Rein rechnerisch hat damit jeder der Bewerber 21 Angebote erhalten“, so Greipl. Traublinger: „Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel“. Zuerst werde die große Katastrophe ausgerufen und am Ende blieben die Unternehmen auf freien Lehrstellen sitzen. Verwundert zeigten sich die beiden Präsidenten auch darüber, wie sich die Zahl der offiziell von der Agentur als unversorgt ge­meldeten Bewerber binnen weniger Tage von 531 auf 200 mehr als halbiert hat.

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