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Vertrauen in Aufschwung sinkt

Aussichten in der Wirtschaft trüben sich ein

 

Weniger Zuwächse bei den Aufträgen und die Unsicherheit wegen der EU-Finanzkrise haben zu einem Stimmungsumschwung in der Wirtschaft der Region Südostoberbayern geführt. Der IHK-Konjunkturindex fiel deutlich vom langjährigen Hoch von 130 Punkten im Frühjahr auf nun 118 Punkte. Dies ergab die Auswertung der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern für die Region Südostoberbayern mit den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a. Inn und Traunstein sowie der Stadt und dem Landkreis Rosenheim.

 

„Die Euphorie der Unternehmen bröckelt, auch wenn die Wirtschaft weiterhin sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Lage ist“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Der BIHK-Konjunkturindex für Bayern verlor im Jahresverlauf ebenfalls deutlich, von 136 auf 125 Punkte.

 

Der Anteil der Unternehmen in Südostoberbayern, die optimistisch in die Zukunft schauen, hat sich mit 13 Prozent gegenüber Frühjahr 2011 (26 Prozent) halbiert. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Unternehmen, die mit schlechteren Geschäften rechnen, von 8 auf 16 Prozent verdoppelt. Der Saldo der Erwartungen – also die Differenz der Anteile der optimistischen und pessimistischen Betriebe – dreht damit erstmals seit dem Frühjahr 2010 ins Negative und liegt bei minus 3 Punkten, nach 18 Punkten im Frühjahr 2011. Ihre Lage beurteilen die Betriebe allerdings noch genauso gut wie zu Jahresbeginn: 53 Prozent der Unternehmen bezeichnen die Geschäftslage als „gut“, nur 10 Prozent als „schlecht“. Dementsprechend blieb auch der Saldo der Einschätzungen mit 43 Punkten unverändert.

 

Auf die Beschäftigungspläne hat die zunehmende Unsicherheit der Firmen allerdings noch wenig Einfluss: Aktuell planen wie im Frühjahr 18 Prozent der befragten Betriebe einen Job-Ausbau. Der Anteil der Unternehmen, die Stellen streichen wollen, bleibt mit 8 Prozent auf niedrigem Niveau. Der Arbeitsmarkt in der Region Südostoberbayern dürfte damit stabil bleiben.

 

Bei den Investitionen tendieren die Unternehmen aufgrund der Unsicherheit ebenfalls zum Abwarten: Nach 39 Prozent im Frühjahr wollen nun noch 34 Prozent der Betriebe ihre Investitionen steigern. Investitionen kürzen wollen 15 Prozent der Unternehmen. Der Saldo der Investitions­absichten erhält mit 18 (nach 26 Punkten im Frühjahr) insgesamt einen deutlichen Dämpfer, liegt aber immer noch deutlich im Plus.

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