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Konjunktur: Südostoberbayern weiter auf Talfahrt

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Die südostoberbayerische Wirtschaft setzt ihre Talfahrt fort. Die Unternehmen in der Stadt und im Landkreis Rosenheim sowie in den Landkreisen Mühldorf am Inn, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land beurteilen ihre Lage und Geschäftserwartungen nochmals deutlich schlechter als im Herbst 2008. Damit sehen sie pessimistischer in die Zukunft als der oberbayerische und bayerische Durchschnitt. Dies ergab die Frühjahrs- Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

„Die Unternehmen haben ihre Erwartungen so deutlich nach unten geschraubt wie seit Langem nicht mehr“, sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Der Index der Geschäftslage – berechnet als Saldo von positiven und negativen Bewer­tungen – sank von 5 auf minus 7 Punkte (Bayern: minus 2 Punkte). Mit 28 Prozent sind mehr als ein Viertel der Betriebe unzufrieden mit der aktuellen Geschäftslage.

Die Unternehmen erwarten offenbar eine lange Durststrecke. Nur noch neun Prozent der Betriebe haben die Hoffnung, dass sich die Geschäftslage in diesem Jahr verbessert. Der Anteil der Pessimisten steigt dagegen rapide auf 51 Prozent (Bayern: 42 Prozent), nach 32 Prozent vor vier Monaten. Der Saldo der Erwar­tungen fiel von minus 22 auf minus 42 Punkte (Bayern: minus 31).

Viele Betriebe leiden schon jetzt unter den Auswirkungen der Krise. Fast jeder dritte Betrieb (29 Prozent) ist mit seiner Ertragslage unzufrieden. Fast zwei Drittel (61 Prozent) gehen von weiter sinkenden Erträgen im Jahresverlauf aus. An höhere Gewinne in diesem Jahr glauben nur vier Prozent der befragten Unternehmen.

Diese mageren Aussichten schlagen auf die Investitions- und Beschäftigungspläne durch. Geplante Investitionen kürzen wollen nun 43 Prozent der Unternehmen. Vor vier Monaten waren es erst 35 Prozent. Nur noch jeder neunte Betrieb (elf Prozent) stellt sich auf Wachstum ein und sieht Ausweitungen von Investitionen vor.

Die trübe Stimmung lastet auch weiter auf den Beschäftigungsplänen der Betriebe. Mit Personalabbau rechnen 34 Prozent der befragten Unternehmen, im Herbst 2008 waren es erst 23 Prozent. Nur noch vier Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Belegschaften vergrößern. „Es ist allerdings noch nicht genau abzuschätzen, in welchem Ausmaß Arbeitsplätze verloren gehen werden“, sagt BIHK-Chef Driessen. Es deute sich an, dass viele Betriebe vor Entlassungen mit Maßnahmen wie Kurzarbeit oder dem Abbau von Arbeitszeitkonten auf die Flaute reagieren.

Den Datenanhang zur aktuellen Konjunkturentwicklung finden Sie als pdf-Dokument zum Download rechts oben.

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