Bergbahnen setzen auf Wintersportler
Große Zuversicht für Skisaison nach schwächerem Sommer
München – Die oberbayerischen Bergbahnen setzen nach dem verregneten Sommer auf das Wintergeschäft. Mit der abgelaufenen Sommersaison waren die Liftbetreiber weniger zufrieden als in den Vorjahren. Für die Ski- und Rodelsaison erwarten die Betriebe laut Saisonumfrage Tourismuswirtschaft Winter 2010/11 der IHK für München und Oberbayern aber wieder steigende Umsätze. Dies führt auch zu höheren Investitionen und mehr Beschäftigung. „Der frühe Wintereinbruch hat zusätzlich hohe Erwartungen geweckt“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.
Für die laufende Wintersaison rechnen 13 Prozent der Bergbahnen in Oberbayern mit steigenden Umsätzen, während 87 Prozent auf ähnliche Einnahmen wie im sehr guten vergangenen Winter hoffen. Der Optimismus schlägt sich in anhaltend guter Investitionslaune nieder: 60 Prozent der Betriebe wollen im laufenden Betriebsjahr mehr für modernere Technik ausgeben. Beim Personal wollen 31 Prozent zulegen, während zwei Drittel den Stand halten.
Ein positives Urteil zur Sommersaison 2010 gaben nur 13 Prozent der Befragten ab, nach 58 Prozent im Vorjahr. Der Saldo der Geschäftslage – also die Differenz der Anteile der Betriebe mit guter und schlechter Lageeinschätzung – erreichte mit Null den schwächsten Wert seit 2006. Immerhin 75 Prozent bewerteten ihre Geschäfte aber noch neutral mit „befriedigend“. Bei den Umsätzen zeigte sich ein ähnlich verhaltenes Bild: Nur sechs Prozent der Bergbahnen steigerten die Umsätze im verregneten Sommer, während die Hälfte Rückgänge verzeichnete. Auch bei der Ertragslage erreichte der Saldo mit minus 13 den niedrigsten Wert seit 2004. Trotz dieser Einbrüche ist die Branche von einem Absturz weit entfernt: Drei Viertel der Betriebe bewerteten ihre Ertragslage als befriedigend.
