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Wirtschaft fordert bessere Verkehrsanbindung

Die Wirtschaft im Landkreis Starnberg fordert eine rasche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. „Die Verkehrs­belastung hat enorm zugenommen, doch die Infrastruktur ist nicht im entsprechenden Maße mitgewachsen“, sagte der Vorsitzende des IHK-Gremiums Starnberg, Martin Eickelschulte, bei der Vorstellung der Verkehrsresolution des IHK-Gremiums. An den Straßen im Landkreis Starnberg erkenne man nicht, dass der Großraum München zu den erfolgreichsten und wachstums­stärksten Wirtschaftsregionen Europas und der Welt gehört, so Eickelschulte bei einem Presse­gespräch in Starnberg.

 

Der Wirtschaft und der Bevölkerung entstehen durch die Staus im Landkreis hohe Kosten. In einer Beispielrechnung zeigte Eickelschulte, dass allein das Nadelöhr Starnberg einen Verlust von über 1.600 Arbeits­stunden pro Tag verursacht. Auf 30 Jahre hochgerechnet entspreche dies einem volkswirt­schaftlichen Schaden von 222 Millionen Euro. Zusätzlich entgingen der öffentlichen Hand beträchtliche Steuereinnahmen durch die im Stau vergeudete Arbeitszeit.

 

Die schlechte Verkehrsanbindung gefährdet auch die Zukunftsaussichten im Landkreis. „Mehrfach sind in den vergangenen Jahren Ansiedlungen von Unternehmen gescheitert, nur weil die Verkehrslage anderer Standorte im Großraum München besser ist“, sagte Eickelschulte. Das werde den Landkreis langfristig viele Arbeitsplätze und Steuereinnahmen kosten.

 

Neben dem raschen Bau des B 2-Tunnels in Starnberg und der Westumfahrung um die Stadt fordert die Vertretung der regionalen Wirtschaft in der einstimmig beschlossenen Resolution auch den Bau einer Nord-Ost-Umfahrung für Starnberg. Im Landkreis steht für die Unternehmer die Ortsumfahrung Weßling mit Anschluss an die A 96, der sechsstreifige Ausbau der A 96 zwischen Oberpfaffenhofen und Germering sowie der Autobahn-Südring der A 99 ganz oben auf der Projektliste. Auch für Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr macht sich das Gremium stark: „Der zweite S-Bahn-Tunnel in München muss kommen, um die Takte nach Starnberg und Gilching fahrgastfreundlicher zu machen“, sagte Eickelschulte.

 

Beim Thema Breitband sieht die Wirtschaft ebenfalls Handlungsbedarf. Schlechte Datenleitungen behinderten viele Unternehmen und Selbstständige bei ihrer immer internationaler ausgerichteten Arbeit, berichtete Eickelschulte. Deswegen sei der landkreisweite Einstieg in die Glasfaserversorgung mit 100 Mbit/s notwendig.

 

Die Resolution des IHK-Gremiums wird allen politischen Entscheidungsträgern im Landkreis, der Bayerischen Staatregierung und den Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Region zugeschickt.

 

Die Resolution des IHK-Gremiums Starnberg, eine detaillierte Liste der Verkehrsprojekte im Landkreis Starnberg und das Statement des Gremiumsvorsitzenden Martin Eickelschulte finden Sie rechts zum Download.

 

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