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Konjunktur: München folgt globalem Abwärtstrend

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Die Region München und ihre Wirtschaft kann sich dem weltweiten Abwärtstrend nicht mehr entziehen. Die Lage und Erwartungen der Unternehmen in der bayerischen Landeshauptstadt, im Landkreis München und in den angrenzenden Landkreisen Erding, Freising, Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Starnberg und Ebersberg haben sich zu Jahresbeginn deutlich verschlechtert. Sie sind aber immer noch geringfügig optimistischer als im oberbayerischen und bayerischen Durchschnitt. Dies ergab die Frühjahrs- Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

 

„Die Unternehmen haben ihre Erwartungen so deutlich nach unten geschraubt wie seit Langem nicht mehr“, sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Die Geschäftslage wurde erheblich schlechter als im Herbst 2008 bewertet. Der Index – berechnet als Saldo von positiven und negativen Bewer­tungen – sank von 21 auf 1 Punkt (Bayern: minus 2 Punkte). Mit 25 Prozent sind deutlich mehr Unternehmen mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden als vor vier Monaten (14 Prozent). Die Flaute betrifft gleichermaßen Industrie und Dienstleister. Lediglich im Einzelhandel hat sich die Situation bedingt durch das gute Weihnachtsgeschäft leicht aufgehellt.

 

Die Unternehmen erwarten eine längere Durststrecke. Nur noch zwölf Prozent der Betriebe haben die Hoffnung, dass sich die Geschäftslage in diesem Jahr verbessert. Der Anteil der Pessimisten steigt dagegen deutlich auf 41 Prozent (Bayern: 42 Prozent), nach 15 Prozent vor vier Monaten. Der Saldo der Erwar­tungen fiel von 4 auf minus 29 Punkte (Bayern: minus 31).

 

Bei den Industrieunternehmen werden die Auftragsbücher immer dünner. Vor allem die Auslandsaufträge sind mit einem Indexwert von minus 29 Punkten – berechnet als Saldo vom Anteil der Betriebe mit Zuwächsen und Einbußen – deutlich rückläufig. Im Herbst 2008 betrug dieser Wert erst minus 10 Punkte.

 

Die mageren Aussichten schlagen auf die Investitions- und Beschäftigungspläne durch. Investitionspläne kürzen wollen nun 38 Prozent der Unternehmen, das sind deutlich mehr als vor vier Monaten (23 Prozent). Nur noch jeder neunte Betrieb stellt sich auf Wachstum ein und will seine Investitionen ausweiten.

 

Ebenso zögerlich ist die Wirtschaft mit ihren Beschäftigungsplänen. Zwar sehen zwei Drittel der Unternehmen keinen Änderungsbedarf bei ihrer Belegschaft. Mit Personalabbau rechnen nun aber bereits 26 Prozent der befragten Unternehmen, nach 15 Prozent im Herbst 2008. In der Industrie will sogar jedes dritte Unternehmen seine Mitarbeiterzahl verringern. Nur noch acht Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Belegschaft vergrößern. „Es ist allerdings noch nicht genau abzuschätzen, in welchem Ausmaß Arbeitsplätze verloren gehen werden“, sagt BIHK-Chef Driessen. Es deute sich an, dass viele Betriebe vor Entlassungen mit Maßnahmen wie Kurzarbeit oder dem Abbau von Arbeitszeitkonten auf die Flaute reagieren.

Den Datenanhang zur aktuellen Konjunkturentwicklung finden Sie als pdf-Dokument zum Download rechts oben.

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