Ausbildungsjahr beginnt mit Bewerberlücke
Starnberg – In vielen Betrieben im Landkreis Starnberg sind zu Beginn des Ausbildungsjahres Lehrstellen noch unbesetzt. Während die Zahl der Jugendlichen wegen der geburtenschwächeren Jahrgänge weiter sinkt, bieten die Unternehmen angesichts des drohenden Fachkräftemangels sogar mehr Ausbildungsplätze als in den Vorjahren an.
„Die wenigen unversorgten Bewerber haben auch jetzt noch in allen Branchen gute Chancen“, sagt Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Gremiums Starnberg. Erfahrungsgemäß sei mit vielen Abschlüssen, aber auch Vertragsauflösungen von Seiten der jungen Menschen in letzter Minute zu rechnen. Ende Juli waren im Bereich der Arbeitsagentur München noch rund 4.000 Lehrstellen als unbesetzt gemeldet.
Insgesamt beginnen mit dem Start des Ausbildungsjahres im Landkreis Starnberg 274 Jugendliche eine Lehre bei Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, wie aus der Zwischenbilanz der IHK für München und Oberbayern mit Stand Ende August hervorgeht. Dies entspricht einem Zuwachs von 18,1 Prozent gegenüber demselben Zeitpunkt im Vorjahr. Der doppelte Abiturjahrgang kam den Betrieben offenbar bei der Besetzung ihrer Lehrstellen zugute. So haben 2011 bereits jetzt so viele Abiturienten einen Lehrvertrag abgeschlossen wie im gesamten Vorjahr.
Seit Beginn des Jahres hat die IHK in Oberbayern 974 Betriebe erstmals für die Ausbildung gewonnen. Die Unternehmen im IHK-Bereich stehen im Großraum München für 63 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.
