Wirtschaftsminister Rösler ehrt Top-Azubis
Drei der besten IHK-Lehrlinge Deutschlands kommen aus dem Landkreis
Berlin/St. Wolfgang/Neuching/Taufkirchen (Vils) – Elisabeth Knollhuber (Foto), Eisenbahnerin im Betriebsdienst/Fachrichtung Fahrweg, Modellbaumechaniker (Fachrichtung Karosseriemodellbau) Christoph Mannal (Foto) und Polsterer Florian Wegmann sind die besten Auszubildenden Deutschlands in ihren Berufen. Sie wurden jetzt in Berlin von Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler für ihre besondere Leistung ausgezeichnet.
Elisabeth Knollhuber, die in St. Wolfgang im Landkreis Erding zuhause ist, hat ihre Ausbildung bei der DB Netz AG, Niederlassung Süd in München absolviert: In ihrer Abschlussprüfung erzielte die 26-Jährige aus dem Bezirk der IHK für München und Oberbayern die Note „sehr gut“. Christoph Mannal (23) aus Neuching hat seine Lehre bei der Bayerischen Motoren Werke AG in München mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Auch Florian Wegmann (19) aus Taufkirchen (Vils) erzielte ein Spitzenergebnis. Er hat seinen Beruf bei der Himolla Polstermöbel GmbH in Taufkirchen erlernt.
Driftmann gratulierte den Absolventen und kündigte in seiner Rede an, die duale Ausbildung noch stärker in die europäische Bildungspolitik einzubringen. Aktuell werde diskutiert, welchen Stellenwert die duale Ausbildung im Verhältnis zum Abitur habe. „Für mich ist die Sache klar: Wer eine dreijährige Ausbildung hinter sich hat, liegt in jedem Fall mit dem Abitur mindestens gleichauf“, so der DIHK-Präsident.
Zur aktuellen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt betonte Driftmann: „Die Betriebe suchen heute händeringend die Jugendlichen – und nicht mehr so sehr die Jugendlichen die Betriebe.“ Er erinnerte daran, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut seien wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. Für die Unternehmen habe das allerdings eine Kehrseite: Sie könnten immer häufiger Ausbildungsplätze nicht besetzen. „Ich rechne damit, dass wegen des Mangels an geeigneten Bewerbern in diesem Jahr etwa 75.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind“, so Driftmann.
Auch Bundeswirtschaftsminister Rösler gratulierte den Jahrgangsbesten und hob die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems zur Sicherung des qualifizierten Fachkräftenachwuchses hervor: „Zusammen mit der Wirtschaft wollen wir das Bild einer erfolgreichen beruflichen Aus- und Weiterbildung mit vielen Karriereoptionen stärker verankern“. Absolventen der beruflichen Bildung stünden für den weiteren Berufsweg viele Chancen und Möglichkeiten bis hin zur Übernahme unternehmerischer Verantwortung offen. Die berufliche Aus- und Weiterbildung sei somit eine echte Alternative zum Studium.
Insgesamt haben in diesem Jahr mehr als 300.000 Jugendliche in Deutschland an den IHK-Abschlussprüfungen im Winter 2010/2011 und im Sommer 2011 teilgenommen. Die jetzt geehrten 227 Bundesbesten haben ihre Prüfung mit "sehr gut" bestanden. Über den Titel entschied dabei oft die zweite Stelle hinter dem Komma.
