Wirtschaft beklagt Fachkräftemangel
Das Thema Fachkräftemangel stand bei der letzten Gremiumssitzung der aktuellen Wahlperiode ganz oben auf der Tagesordnung. Gleichzeitig verabschiedete der Vorsitzende des IHK-Gremiums Ebersberg, Georg Reischl, bei der Veranstaltung in der Hohenlindener Firma Lentner langjährige Mitglieder des Gremiums.
Neue Fachkräfte-Projektionen der IHK für München und Oberbayern stellte Elfriede Kerschl, wirtschaftspolitische Referentin der IHK, vor. Demnach fehlen bereits im Jahr 2014 in Bayern mehr als 420.000 Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. In 2022 wird es laut dem Anfang März vorgestellten Fachkräftemonitor Bayern schon 620.000 qualifizierte Mitarbeiter zu wenig geben. Durch die demografische Entwicklung verschiebt sich die Alterszusammensetzung der Bevölkerung und auch der Belegschaften – immer weniger jungen Leuten stehen mehr und mehr Ältere gegenüber. Frühzeitiges Einstellen auf diese Veränderungen sei notwendig, so Kerschl. Die IHK biete Beratungen und Unterstützung bei der Qualifizierung von Mitarbeitern.
Für die Betriebe bedeutet der Fachkräftemangel schon jetzt gravierende Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen. Die Zahl und Ausbildungsreife der Bewerber habe in den vergangenen Jahren stark nachgelassen, beklagten viele Unternehmer. Als katastrophal beschrieben etliche Vertreter der Wirtschaft die Schreib- und Lesefähigkeiten vieler Bewerber. Häufig gebe es auch Probleme mit Motivation und Leistungsfähigkeit. Selbst mit viel Förderung sei es oft schwierig, solche junge Menschen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
In Anwesenheit von Hohenlindens Erstem Bürgermeister Ludwig Maurer und Landrat Gottlieb Fauth (CSU) verabschiedete der Gremiumsvorsitzende Reischl die ausscheidenden Gremiumsmitglieder. Er bedankte sich bei seinen langjährigen Weggefährten für die hervorragende Zusammenarbeit.
In der rechten Spalte finden Sie die Präsentation zum Thema Fachkräfte zum Download.
Bildunterschrift: Landrat Gottlieb Fauth (CSU, re.) und der Vorsitzende des IHK-Gremiums Ebersberg, Georg Reischl (li.), bei der Führung durch die Josef Lentner GmbH in Hohenlinden mit Geschäftsführer Mathias Hausmann. Im Hintergrund ein zur Auslieferung bereit stehendes Flughafenlöschfahrzeug.
