Abschied für langjährige Mitglieder
Bei seiner letzten Gremiumssitzung der aktuellen Wahlperiode hat das IHK-Gremium seine langjährigen Mitglieder verabschiedet, die sich nicht erneut zur Wahl stellen. Der Gremiumsvorsitzende Michael N. Rosenheimer bedankte sich im Hattenhofener Gasthof Eberl für ihr mehr als 15-jähriges Engagement im Gremium bei Hans Eser, Gastwirt aus Odelzhausen, und Walter Enders, Reisebüro-Inhaber aus Fürstenfeldbruck. Sie stehen stellvertretend für acht Gremiumsmitglieder, die nicht wieder bei der IHK-Wahl in diesem Frühjahr antreten.
Wie bedrohlich Industriespionage auch für kleine Unternehmen sein kann, berichtete Georg Janko von der Firma HvS Consulting in Garching den anwesenden Vertretern der regionalen Wirtschaft. Durch Spionage entstehe jährlich ein Schaden in Höhe von 50 Milliarden Euro für deutsche Firmen, zitierte Janko Medienberichte. Jedes zweite Industrieunternehmen sei laut Bundesinnenministerium von Angriffe auf seine Betriebsgeheimnisse betroffen.
Janko berichtete, welche Schwachstellen Industriespione ausnutzen. So werden beispielsweise mit Computer-Viren bestückte USB-Sticks im Firmengelände ausgelegt. Die Erfolgsquote, das ein Mitarbeiter aus Neugier einen solchen Stick an seinen Rechner anschließt und damit unabsichtlich ein Tor in das Firmennetzwerk öffnet, sei sehr groß. Spione geben sich aber auch als IT-Techniker oder Reinigungskräfte aus, um an die gewünschten Dokumente oder Passwörter zu gelangen.
Das wichtigste Gegenmittel für die Firmen sei, die Mitarbeiter für die Gefahren zu sensibilisieren. So sollte das Personal stutzig werden, wenn sich betriebsfremde Leute in den Firmenräumen bewegen oder sich Anrufer als IT-Experten ausgeben und wegen eines dringenden Viren-Notfalls Passwörter abfragen.
Bildunterschrift: Der Gremiumsvorsitzende Michael N. Rosenheimer (li.) bedankt sich im Hattenhofener Gasthof Eberl für mehr als 15-jähriges Engagement im Gremium bei Hans Eser (re.), Gastwirt aus Odelzhausen, und Walter Enders, Reisebüro-Inhaber aus Fürstenfeldbruck.
