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Wirtschaft im Oberland blickt mit gedämpfter Euphorie nach vorne

Nach dem Hoch im Frühjahr ist die Zuversicht in der Wirtschaft der Region Oberland wieder leicht zurückgegangen. Zwar bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Lage deutlich positiver als im Frühjahr. Die Geschäftsaussichten haben jedoch in den vergangenen Monaten einen Dämpfer erhalten. Der Konjunkturindex für die Region fiel von 128 auf 124 Punkte. Dies ergab die Auswertung der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern für die Region Oberland mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau. In Bayern insgesamt hat sich dagegen die Stimmung weiter aufgehellt und der BIHK-Konjunkturindex ist von 120 auf 129 Punkte angestiegen.

 

Dennoch profitiert auch die Wirtschaft im Oberland von der konjunkturellen Erholung. 35 Prozent (Frühjahr: 28 Prozent) der befragten Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden, 14 Prozent (16 Prozent) sind unzufrieden. Der Saldo der Lagebeurteilung – also die Differenz der Anteile von positiven und negativen Meldungen – stieg demzufolge von 16 auf 21 Punkte.

 

Allerdings blicken die Unternehmen etwas weniger euphorisch als noch im Frühjahr nach vorne: Der Saldo aus Optimisten und Pessimisten ist von 41 auf 28 Punkte deutlich zurückgegangen. Eine Belebung ihrer Geschäfte erwarten jetzt 38 Prozent (46 Prozent) der befragten Unternehmen, zehn Prozent (4 Prozent) rechnen mit einer Verschlechterung. Unterm Strich überwiegt damit aber immer noch der Anteil der Unternehmen mit optimistischer Einschätzung.

 

Dabei spiegeln vor allem die Investitionsabsichten und die Beschäftigungspläne der Unternehmen im Oberland das grundsätzliche Vertrauen in die konjunkturelle Erholung wider. Die Investitionslaune ist deutlich gestiegen. 36 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Budgets aufstocken, nur 1 Prozent kürzen. Damit dürfte die Investitionstätigkeit im Oberland in den kommenden Monaten dynamischer sein als in Bayern insgesamt. Das kurbelt die Beschäftigung an. Jedes vierte Unternehmen in der Region will Mitarbeiter einstellen und nur noch 13 Prozent der befragten Betriebe planen einen Jobabbau.
 

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