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Talfahrt der Wirtschaft im Oberland hält an

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Die Region Oberland hat entgegen dem oberbayerischen Trend die Talsohle der Wirtschaftskrise noch nicht durchschritten. Zum dritten Mal in Folge beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Wirtschaftslage deutlich schlechter als bei der vorherigen Erhebung. Ein Hoffnungsschimmer geht allerdings von den Geschäftserwartungen aus. Hier überwiegen erstmals seit einem Jahr wieder die Optimisten, wie die regionale Auswertung der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern zeigt. "Es ist noch ein weiter und beschwerlicher Weg, bis die Region das alte Niveau erreicht", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.

 

So stieg der Anteil der Unternehmer, die ihre Geschäftslage als schlecht bezeichnen, von 33 Prozent im Frühsommer auf 40 Prozent im Herbst. Als gut bezeichnen ihre aktuelle Lage momentan nur noch 13 Prozent der befragten Betriebe, nach 18 Prozent im Juni. Damit haben die negativen Einschätzungen im Saldo deutlich zugelegt. Erheblich aufgehellt haben sich dagegen die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate. Der Anteil der Optimisten wuchs von 21 auf 27 Prozent. Der Anteil der Pessimisten sank im Gegenzug noch deutlicher von 44 auf nunmehr 11 Prozent.

 

Die sich verschärfende Situation für die Betriebe schlägt sich in den Beschäftigungs- und Investitionsabsichten nieder. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (60 Prozent) will mittlerweile ihre Investitionen kürzen oder ganz streichen. Im Frühsommer setzten erst 50 Prozent auf Einsparungen in diesem Bereich. Bei den Beschäftigungsplänen hat sich die Lage dagegen leicht entspannt. Einen Stellenabbau planen nun 34 Prozent, nach 37 Prozent im Juni. Deswegen dürfte der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit geringer ausfallen als noch im Frühsommer befürchtet.

 

„Die wirtschaftliche Schwächephase ist auch im Oberland noch lange nicht vorbei“, so IHK-Chef Driessen. Er rechnet mit einer langsamen, wellenförmigen Erholung. Gefahren für die weitere Entwicklung sieht Driessen insbesondere in der Kreditversorgung der Wirtschaft, der steigenden Zahl von Unternehmens­insolvenzen und der zunehmenden Arbeitslosigkeit, die nicht nur den privaten Konsum belasten, sondern auch die Lohnnebenkosten erhöhen wird.

 

 

In der rechten Spalte finden Sie zum Download den Konjunkturkurzbericht und den Tabellenanhang.

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