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Regionale Wirtschaft setzt Höhenflug fort

In bester Laune präsentiert sich die Wirtschaft in der Region Oberland. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage nochmals genauso gut wie zum Jahresbeginn. Äußerst günstig fällt bei den Betrieben auch der Ausblick für die nächsten zwölf Monate aus. Insgesamt stieg der Konjunktur­index für die Region von 128 auf 135 Punkte und übertrifft damit das Niveau vor der Wirtschaftskrise. Dies ergab die Auswertung der Konjunktur­umfrage der IHK für München und Oberbayern im Frühjahr für die Region Oberland mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau.

„Die Konjunktur in der Region läuft auf Hochtouren", sagt IHK-Hauptgeschäfts­führer Peter Driessen. Der BIHK-Konjunktur­index für Bayern legte ebenfalls zu, von 133 auf 136 Punkte.

 

Der Anteil der Unternehmen im Oberland, die ihre Lage positiv einschätzen, hat seit Jahresbeginn von 44 auf 50 Prozent zugelegt. Gleich­zeitig stieg der Anteil der Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage als „schlecht“ bewerten, nur gering auf 11 Prozent. Der Saldo der Geschäftslage – also die Differenz der Anteile der Betriebe mit guter und schlechter Lageeinschätzung – liegt damit bei 39 Punkten. In die Zukunft schauen die Betriebe deutlich zuversichtlicher als zu Jahresbeginn: Der Saldo aus Optimisten und Pessimisten stieg von 21 auf 32 Punkte.

 

Die Unternehmen signalisieren eine anhaltend hohe Bereitschaft, ihre Belegschaften tendenziell auszubauen. Aktuell wollen 25 Prozent der befragten Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen und nur 8 Prozent Jobs abbauen.

 

Bei den Investitionen treten die Betriebe allerdings auf die Bremse: Nur noch jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) will mehr investieren. Zu Jahresbeginn hatten 49 Prozent steigende Investitionen angekündigt. Dagegen wollen 27 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben für Investitionen zurückfahren, nach lediglich 15 Prozent zum Jahresbeginn.

 

„Angesichts zunehmender Risiken und des hohen Ausgangsniveaus rechnen wir damit, dass die Wachstums­dynamik etwas nachlässt“, so Driessen weiter. Hohe Energie- und Rohstoff­preise, die steigende Inflation und die ungewissen Auswirkungen der Schulden­krise belasten die Unternehmen. Wegen der guten Arbeitsmarkt­lage werde es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden, sagt IHK-Chef Driessen. Deswegen dürften die Unternehmen einerseits zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, andererseits würden diese Faktoren auch die Nachfrage dämpfen, so Driessen.

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