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IHK will wirtschaftsnahe Aus- und Weiterbildung vorantreiben

Ausbilderakademie Forschungsstelle

Neue Bayerische IHK-Ausbilderakademie und IHK-Forschungsstelle Bildung

 

 

 

Ingolstadt – Eine stärker an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtete Qualifizierung an Hochschulen forderte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, bei der Eröffnung der Bayerischen IHK-Ausbilderakademie und der IHK-Forschungsstelle Bildung in Ingolstadt. „Die stetige Verbesserung, Weiterentwicklung und Modernisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist das Schlüsselthema für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, sagte Driessen. Ohne sie könnten die Unternehmen den Fachkräftemangel nicht mehr in den Griff bekommen. Die beiden neuen IHK-Einrichtungen in Ingolstadt, die in dieser Form in Deutschland einmalig seien, hätten daher das Ziel, „eine wirtschaftsnahe Aus- und Weiterbildung voranzutreiben“.

 

Die Bayerische IHK-Ausbilderakademie ist als Audit- und Zertifizierungsstelle konzipiert, die Qualifizierungsthemen vorgibt und Kompetenznachweise anerkennt. Hierfür wurde eine dreistufige Zertifizierung vom Ausbilder über den Ausbildungsexperten hin zum zertifizierten Ausbildungscoach entwickelt. Mit ihr, so Driessen, solle die Akzeptanz des beruflichen Bildungssystems in der Öffentlichkeit und die internationale Wertigkeit der Ausbildung gesteigert werden.

 

Die IHK-Forschungsstelle betreibt praxisorientierte Grundlagenforschung. Ihren Schwerpunkt legt sie auf die Fortbildungsbedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von Fachkräften. So zeigt die erste Untersuchung der IHK-Forschungsstelle zur neuen Hochschulzugangsberechtigung Schwachstellen auf. Fazit der Studie, an der sich 806 Unternehmer, Meister und Fachkräfte beteiligten: Die neue Hochschulzugangsberechtigung ist noch zu wenig bekannt. Nur 43 Prozent der befragten Meister und Fachkräfte war die Möglichkeit geläufig. Befragt nach ihrem persönlichen Interesse, jemals ein Studium aufzunehmen, wünschen sich 64 Prozent eine zusätzliche Hochschulausbildung - allerdings nicht als Vollzeitstudium: 79 Prozent der befragten Meister und 70 Prozent der befragten Fachkräfte bevorzugen berufsbegleitende Studiengänge. Um also mehr Berufstätige an die Hochschulen zu bringen, so das Ergebnis der IHK-Untersuchung, müssen nicht nur die Angebote berufsbegleitender Studienmöglichkeiten ausgebaut werden, sondern vor allem die in der Berufsausbildung erworbenen Kompetenzen auf das Studium angerechnet werden.

 

Weitere Untersuchungen zu den Themen „Weiterbildungsberatung, Personal- und Organisationsentwicklung in Unternehmen sowie Anrechnung von Leistungen zwischen beruflichen und akademischen Studiengängen“ sollen folgen. „Mit der IHK-Forschungsstelle wollen wir die gesamte Bildungslandschaft mit neuen Erkenntnissen unterstützen und konkrete Empfehlungen weiterentwicklen“, betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

 

Fotos zur Eröffnungsfeier finden Sie in unserem Bildarchiv im Internet unter: www.muenchen.ihk.de/mike/presse/bildarchiv/Fotos-Eroeffnung-Ausbilderakademie-und-IHK-Forschungsstelle/index.html

 

 

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