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Vertrauen in Aufschwung sinkt

Stimmung in der Wirtschaft trübt sich ein

 

Weniger Zuwächse bei den Aufträgen und die Unsicherheit wegen der EU-Finanzkrise haben zu einem Stimmungsumschwung in der Wirtschaft der Region 10 geführt. Erstmals seit Herbst 2009 ist der IHK-Konjunkturindex für Ingolstadt und sein Umland gesunken. Der Wert fiel deutlich vom langjährigen Hoch von 143 Punkten im Frühjahr auf nun 130 Punkte. Dies ergab die Auswertung der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern für Ingolstadt und die umliegenden Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen.

 

„Die Euphorie der Unternehmen bröckelt, auch wenn die Wirtschaft weiterhin noch recht zufrieden mit ihrer aktuellen Lage ist“, sagt IHK-Hauptgeschäfts­führer Peter Driessen. Der BIHK-Konjunktur­index für Bayern verlor im Jahresverlauf ebenfalls deutlich, von 136 auf 125 Punkte.

 

Der Anteil der Unternehmen in der Region 10, die optimistisch in die Zukunft schauen, hat sich mit 20 Prozent gegenüber Frühjahr 2011 (30 Prozent) deutlich verkleinert. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Unternehmen, die mit schlechteren Geschäften rechnen, von 6 auf 12 Prozent verdoppelt. Der Saldo der Erwartungen – also die Differenz der Anteile der optimistischen und pessimistischen Betriebe – liegt damit bei 8 Punkten, gegenüber 23 Punkten im Frühjahr. Auch ihre Lage beurteilen die Betriebe nicht mehr ganz so gut: 61 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Geschäftslage als „gut“, nur 4 Prozent als „schlecht“. Dementsprechend ergibt auch der Saldo der Einschätzungen mit 57 Punkten einen sehr hohen Wert, auch wenn der Rekordstand von 65 Punkten im Frühjahr nicht mehr erreicht wird.

 

Die Beschäftigungspläne spiegeln die zurückhaltenden Erwartungen der Unternehmen wider. Aktuell planen nur noch 7 Prozent der befragten Betriebe einen Ausbau. Im Frühjahr wollten noch 24 Prozent ihre Belegschaft vergrößern. Der Anteil der Unternehmen, die Stellen streichen wollen, ist aber mit 8 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Der Saldo der Beschäftigungspläne fällt damit von 11 auf 0 Punkte. Ein weiterer Beschäftigungs­zuwachs in der Region ist damit eher unwahrscheinlich. Der Arbeitsmarkt in der Region 10 dürfte jedoch stabil bleiben.

 

Trotz der hohen Unsicherheit halten die Unternehmen an ihren Investitionsplänen fest: Nach 29 Prozent im Frühjahr wollen nun 31 Prozent der Betriebe ihre Investitionen steigern. Der Saldo der Investitionsabsichten bleibt mit 15 (nach 13 Punkten im Frühjahr) stabil.

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