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Stolz auf die erfolgreiche Region

Vom arabischen Frühling über Fukushima bis zur Euro-Krise und Stuttgart 21 – die Bilanz des Jahres 2011 und ihre Auswirkungen bis in die heimische Wirtschaft stellte Hartmut Beutler, Vorsitzender des Gremiums Neuburg-Schrobenhausen, in den Mittelpunkt seiner Ansprache beim IHK-Neujahrsempfang in Neuburg-Bittenbrunn.

 

„Das Jahr hat uns in Atem gehalten“, fasste Beutler die Lage zusammen. Den Unternehmen sei es 2011 aber trotz aller Krisenherde sehr gut ergangen. In den Auftragsbüchern habe man Rekordbestände verzeichnen können, die Arbeitslosigkeit in der Region erreichte historische Tiefstände. Gleichzeitig nahm die Unsicherheit im Jahresverlauf zu, die Aufschwungseuphorie bekam durch die Euro-Krise leichte Dämpfer.

 

Beutler verwies auf die langfristigen Herausforderungen der Wirtschaft: „Wie sieht die Energiewende nach Fukushima aus“, fragte Beutler mit Blick auf den beschlossenen Abschied aus der Kernenergie, die in Bayern für knapp 60 Prozent der Stromerzeugung steht. Die andere große Sorge: Der leergefegte Arbeitsmarkt und der demografische Wandel verschärfen das Problem des Fachkräftemangels in den Unternehmen.

 

Der IHK-Gremiumsvorsitzende forderte Wirtschaft und Politik auf, mit besserer Kinderbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, Bildungspotenziale von Jugendlichen besser auszuschöpfen und Migranten einfacher in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

 

Angesichts des zunehmenden Verkehrs und weiterer Neuansiedlungen von Unternehmen mahnte Beutler den durchgehenden Ausbau der B 16 neu zwischen Manching und Neuburg an.

 

Unterm Strich brach Beutler aber eine Lanze für die Region 10: „Wir können stolz darauf sein, in einer der erfolgreichsten Regionen Deutschlands tätig zu sein“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende. Er versprach ebenso, sich weiter für das Zusammenwachsen der Region 10 einzusetzen. Für den Herbst 2012 kündigte Beutler eine gemeinsame Veranstaltung der drei IHK-Gremien in der Region an.

 

In dieselbe Kerbe schlug auch Eduard Liebscher, Vorsitzender des IHK-Gremiums Eichstätt. Er betonte in seinem Grußwort, dass die regionale Zusammenarbeit, etwa über die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt, vorangebracht werden müsse, um die gesamte Region als Wirtschaftsstandort zu stärken. Liebscher betonte, dass die IHK-Gremien Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen seit 2004 mit ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang einen Beitrag zu dieser Vernetzung leisten.

 

Der Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, Roland Weigert (Freie Wähler), pflichtete den Wirtschaftsvertretern bei, dass der beispiellose Erfolg der Region nicht selbstverständlich sei. Er versicherte, dass man weiter versuchen werde, den Wirtschaftsstandort zu fördern, wo es möglich ist.

 

Auch der Eichstätter Landrat, Anton Knapp (CSU), lobte die Leistungen der Wirtschaft. Diese spiegele sich in einer guten Situation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Knapp kündigte an, das der Landkreis weiter in seine Schulen investieren werde, damit sich die Wirtschaft auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen könne. Große Herausforderungen sieht der Eichstätter Landrat durch die Energiewende kommen.

 

Bildunterschrift: Beim Neujahrsempfang der IHK-Gremien Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt: (v.l.n.r.) Ludwig Schlosser, Ehrenvorsitzender des IHK-Gremiums Neuburg-Schrobenhausen, Anton Knapp (Landrat des Kreises Eichstätt), Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Gremiums Neuburg-Schrobenhausen, Eduard Liebscher, Vorsitzender des IHK-Gremiums Eichstätt, Karl Jägle, Ehrenvorsitzender des IHK-Gremiums Eichstätt, sowie der Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, Roland Weiger.

 

In der rechten Spalte finden Sie einen Link zur Bildergalerie von der Veranstaltung.

 

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