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Wirtschaft stemmt sich gegen Fachkräftemangel

 

„Allianz für Fachkräfte“ im Landkreis Pfaffenhofen gegründet

 

Die Wirtschaft im Landkreis Pfaffenhofen geht neue Wege, um dem zunehmenden Bedarf an Fachkräften zu begegnen. Mit der „Allianz für Fachkräfte“, die gemeinsam mit dem Landratsamt, der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit vorgestellt wurde, gibt es erstmals in Oberbayern ein breites regionales Netzwerk aus Wirtschaft, Politik, Behörden und gesellschaftlichen Gruppen, das sich ausschließlich dem Thema Fachkräftesicherung widmet.

 

„Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Fachkräftebedarf der Wirtschaft in den kommenden Jahren stark zunehmen“, sagte Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, bei der Vorstellung der Allianz in Pfaffenhofen. Schon jetzt gingen die geburtenstarken, älteren Jahrgänge in Rente, während die Zahl der aktuell nachrückenden, geburtenschwachen Jahrgänge nicht ausreiche, die Lücke zu füllen, so Kammerer.

 

In Zukunft verschärft sich das Problem weiter: Die Zahl der Unter-18jährigen sinkt im Landkreis bis 2029 um 9,7 Prozent, während die Altersgruppe 65plus nach Daten des Landesamts für Statistik um 52,3 Prozent zulegt. Die Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors haben ergeben, dass in der gesamten Region 10 bereits im Jahr 2014 ein Mangel von 16.000 Fachkräften besteht, der im Jahr 2022 auf insgesamt 23.000 steigen wird.

 

„Die Betriebe müssen sich auf eine spürbare Alterung der Belegschaft und einen großen Konkurrenzkampf um die verbleibenden Fachkräfte einstellen“, so Kammerer weiter. In der Boom-Region um Ingolstadt gebe es wegen der Vollbeschäftigung auch keine Reserven mehr am Arbeitsmarkt.

 

Ziel der „Allianz für Fachkräfte“ sei es, ein an den regionalen Gegebenheiten ausgerichtetes, langfristiges Konzept zu erarbeiten, mit dem Betrieben geholfen wird, ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Bereits jetzt hat die „Allianz für Fachkräfte“, die von einem Koordinierungskreis unter IHK-Federführung gesteuert wird, drei Kompetenzgruppen zu den Themen Jugendliche, Migration und Familie/Beruf eingerichtet. Die Kompetenzgruppen setzen sich aus Vertretern der Allianzpartner und der Unternehmen zusammen. Sie arbeiten zum Beispiel an einer besseren Förderung von Jugendlichen, um ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Dies könnte über eine Börse für Betriebspraktika für Schüler oder Mentorenprojekte wie das von der IHK unterstützte Ingolstädter Projekt „Job-Paten“ geschehen. Ein anderes wichtiges Element sei der Ausbau der Kinderbetreuung im Landkreis, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, fügte Kammerer hinzu.

 

 

Weitere Unterlagen zur "Allianz für Fachkräfte" finden Sie zum Download in der rechten Spalte.

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