"Das Gesicht der IHK im Landkreis geprägt"
„Impulsgeber“, „Praktiker“, „Netzwerker“ und „ehrenamtliches Urgestein“ waren nur einige der Schlagworte, mit denen die Redner Karl Jägle beim Festakt im Spiegelsaal des Landratsamtes Eichstätt für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement dankten. Jägle war 20 Jahre lang Mitglied des IHK-Gremiums Eichstätt, davon 18 Jahre Vorsitzender.
Zur IHK-Wahl im Mai 2011 war der Eichstätter Unternehmer nicht mehr angetreten. „Man muss wissen, wann man aufhören und Platz für Jüngere und neue Idee machen sollte“, sagte Jägle. Ganz ohne Kontakt zur IHK und ohne Einsatz für die Anliegen der regionalen Wirtschaft wird Jägle jedoch auch künftig nicht sein: Beim Festakt wurde er zum Ehrenvorsitzenden des IHK-Gremiums Eichstätt ernannt. „Es wäre nicht sehr ökonomisch, wenn wir in Zukunft komplett auf Ihren Erfahrungsschatz verzichten würden“, betonte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, bei der Überreichung der Ehrenurkunde.
In seiner Festrede hatte der IHK-Chef zuvor das „außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement“ Jägles hervorgehoben. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass sich Jägle 20 Jahre für dieses Ehrenamt zur Verfügung gestellt habe. „Ein Ehrenamt auszuüben, ist mehr als nur eine unentgeltliche Tätigkeit. Ein Ehrenamt zu führen, kostet Zeit, ein Gut, das in unserer heutigen schnelllebigen Welt immer kostbarer wird“, würdigte Driessen. Ohne ehrenamtliches Engagement, so der IHK-Hauptgeschäftsführer, wäre jedoch die gesamte Wirtschaftsordnung und das Wirtschaftsleben in Deutschland deutlich ärmer.
650 Stunden Einsatz für die IHK
Hochrechnungen der IHK hätten dabei ergeben, dass Jägle seit seinem Eintritt ins IHK-Gremium mindestens 650 Stunden neben seiner unternehmerischen Tätigkeit aufgewendet habe, um sich für die Belange der IHK und damit für die positive Entwicklung des Wirtschaftsraumes einsetzen zu können. „Dass der Landkreis Eichstätt heute bundesweit der Raum mit der niedrigsten Arbeitslosenquote ist, ist natürlich nicht Ihr alleiniger Verdienst. Dennoch, Sie haben in einem erfolgreichen Netzwerk für die IHK daran mitgearbeitet“, unterstrich Driessen.
Auch der neue Vorsitzende des IHK-Gremiums Eichstätt, Eduard Liebscher, würdigte in seiner Ansprache den langjährigen Einsatz seines Vorgängers. Als Gremiumschef habe Jägle an vorderster Front gewirkt. Er habe die Geschicke des Gremiums wesentlich geprägt und kompetent und überzeugend verkörpert. „Karl Jägle hat sich mit viel Kraft für die Interessen der Wirtschaft eingesetzt und das Gesicht der IHK im Landkreis geprägt“, so Liebscher. Dabei habe sich Jägle vor allem für die das Thema Ausbildung eingesetzt, sich für den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und Verantwortlichen in der Verwaltung stark gemacht und sich auch maßgeblich für die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt eingesetzt.
Als „Berufung und Herzensangelegenheit“, beschrieb Landrat Anton Knapp in seinem Grußwort Jägles Tätigkeit als IHK-Vorsitzender. „Als Visionär und Netzwerker ist es Ihnen gelungen, die Region zu stärken“. Dabei habe Jägle schon sehr früh erkannt, dass die Zusammenarbeit und das Gespräch mit anderen Institutionen wichtig sei. „Durch Ihre Begeisterungsfähigkeit und praktische Art haben Sie immer wieder Impulse gesetzt“.
Jägle selbst unterstrich, dass die Erfolge im Landkreis Eichstätt nicht allein sein Verdienst seien. „Ein Mann allein bewegt gar nichts. Nur im Kontext mit allen kann etwas bewegt werden“. Im IHK-Gremium Eichstätt habe er die Chance gehabt, zahlreiche Unternehmerpersönlichkeiten treffen und mit ihnen zusammenarbeiten zu können. Die Würdigungen der Festredner sehe er daher als Anerkennung für die Leistung des gesamten IHK-Gremiums in den vergangenen Jahren.
Neben Karl Jägle wurden vier weitere langjährige Gremiums-Mitglieder verabschiedet. Sebastian Ernst und Herbert Geiger gehörten dem IHK-Gremium 28 Jahre an. Hans-Georg Maier war 10 Jahre und Hans Willax 7 Jahre Gremiumsmitglied.
