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Nachhaltige Mobilität besser vermarkten

Mobilität

Moderne Verkehrspolitik ist weit mehr als nur Infrastrukturpolitik. Sie setzt immer stärker auf die vielfältigen Möglichkeiten von Mobilitätsmanagement und damit auf die bessere Nutzung der vorhandenen Verkehrsmittel und -wege. Damit erfährt auch das Marketing für nachhaltige Mobilität eine neue Bedeutung. Welche Wege möglich sind und wie die Stadt München und Umlandgemeinden Mobilitätskonzepte umsetzen, zeigte die 2. Regionalkonferenz Mobilitätsmanagement, eine gemeinsame Veranstaltung der IHK für München und Oberbayern und der Landeshauptstadt München.

 

„Mobilitätsmanagement und –marketing ist schon lange nicht mehr ein Hobby von einigen wenigen Kommunalpolitikern und Verkehrsreferenten“, unterstrich Oberbürgermeister Christian Ude in seinem Grußwort. Vielmehr ließen sich mit einem effektiven Marketing und einer besseren Aufklärung über Alternativen zum Auto bis zu fünf Prozent des Kfz-Verkehrs auf Öffentlichen Verkehr, aufs Radfahren oder auf andere effizientere Formen wie beispielsweise Car-Sharing verlagern.

 

Was zunächst einmal nach wenig Einsparung aussähe, so Ude, entpuppe sich bei genauerer Betrachtung als großer Gewinn: „Fünf Prozent weniger Fahrzeugaufkommen vor einer staugefährdeten Kreuzung können darüber entscheiden, ob es zum Verkehrskollaps kommt oder der Verkehr fließt“. Die Landeshauptstadt verfolge daher mehrere Ansätze, wie beispielsweise die Mobilitätsberatung für Neubürger und der Mobilitätsförderung an Schulen und in Betrieben.

 

Letzteres wird auch von der IHK für München und Oberbayern unterstützt, um Mobilität langfristig zu sichern. Denn nirgendwo auf der Welt sei es möglich, den Verkehrswegebau in dem Tempo voranzutreiben, in dem das Verkehrsaufkommen wachse, warnte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen in seiner Ansprache. Somit sei es folgerichtig, die sogenannten „weichen“ Maßnahmen zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens zu stärken wie dies beispielsweise durch betriebliches Mobilitätsmanagement sei vielen Jahren in München geschehe. „Dieses Instrument ermöglicht den Unternehmen nicht nur, ihre Mobilitätskosten transparenter zu gestalten und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, betonte Driessen.

 

Die positiven Folgen von Moblitätsmanagement würden somit nicht nur die Unternehmen selbst, sondern die gesamte Region – in Form von weniger Staus und weniger Schadstoff-Emissionen – spüren. Welche Wege das Münchner Umland beim Mobilitätsmanagement bereits eingeschlagen hat, zeigten Praxisbeispiele aus der Stadt Weilheim und den Gemeinden Garching, Planegg und Bergkirchen.

 

Alle Vorträge zu den Mobilitätskonzepten und die Reden anlässlich der 2. Regionalkonferenz finden Sie im nebenstehenden Download-Bereich.

 

Am 29.10.2010 fand in Weilheim die 3. Regionalkonferenz Mobilitätsmanagement statt. Einzelheiten hierzu finden Sie hier.