Finanzkrise und Spareinlagen
In einer ersten Stellungnahme hat IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen die von Bundeskanzlerin Angela Merkel und von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ausgesprochene Staatsgarantie für die Spareinlagen der Bundesbürger als richtigen Schritt bezeichnet. Driessen sagte, diese Staatsgarantie sei ein psychologisch wichtiges Zeichen. „Politik und Kreditwirtschaft müssen jetzt alles tun, um das Vertrauen in das Finanzsystem wieder herzustellen. Dafür war die Staatsgarantie zumindest ein Anfang“, erklärte Driessen. Angesichts des derzeit absehbaren Ausmaßes der Finanzkrise reichten seiner Meinung nach aber nationale Alleingänge und Rettungsmaßnahmen sowie bankenspezifische Einzellösungen nicht mehr aus. „Wir brauchen europaweite Lösungen“, forderte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Für die EU-Politik müsse nun das Ziel höchste Priorität haben, tragfähige zukunftsorientierte Lösungen für die Realwirtschaft zu suchen, um die Folgen der Bankenkrise zu begrenzen. „Momentan gibt es noch keine Kreditklemme“, betonte Driessen. Allerdings müssten sich bayerische Firmen auf steigende Finanzierungskosten einstellen, da die Binnenfinanzierung der Banken erheblich schwieriger geworden ist. Zudem ist laut Driessen zu erwarten, dass die Banken die Bonitätsprüfungen von kreditanfragenden Unternehmen im Rahmen von Basel II noch strenger handhaben werden.
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