Studium für Meister: Viele Unklarheiten
Seit dem Wintersemester 2009/2010 können Meister und Fachkräfte an Bayerischen Hochschulen studieren. Eine Befragung der IHK-Forschungsstelle Bildung For.Bild bei Studienberatern hat ergeben, dass noch Fragen offen sind. Berufstätige benötigen insbesondere berufsbegleitende Studienwege sowie Vorbereitungskurse.
Häufig stellt der erste Kontakt der beruflich Qualifizierten mit der Hochschule ein Beratungsgespräch bei der allgemeinen Studienberatung dar. For.Bild, die IHK Forschungsstelle Bildung hat die Studienberater der Bayerischen Hochschulen nach ihren ersten Erfahrungen mit der neuen Zielgruppe gefragt. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, herrscht bei der Umsetzung des neuen Hochschulzugangsrechts noch großer Handlungsbedarf. Insbesondere berufsbegleitende Studienkonzepte sowie Brücken- und Vorbereitungskurse, die speziell auf die Bedürfnisse der Berufstätigen ausgerichtet sind, müssen verstärkt angeboten werden, um ein Studium für Berufstätige attraktiv zu gestalten.
Positiv hat sich bei der Befragung herausgestellt, dass Meistern und Fachkräften im Rahmen der Hochschulausbildung meist problemlos Praktika erlassen werden. Inhaltliche Kompetenzen lassen sich derzeit nicht auf das Studium anrechnen. Vollzeitstudiengänge sind nach der Studie für Meister und Fachkräfte meist keine Option.
Die Studie kann in gedruckter Form kostenlos bei For.Bild bestellt werden. Entweder per Email: funcke@muenchen.ihk.de oder per Telefon: 0841-885526-1. In der rechten Spalte steht sie zum Download bereit.
