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IHK-Sommercamp: Zertifikatsübergabe 2011

Fertig mit der Schule - auch im übertragenen Sinne - und ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz: Mangelnde Ausbildungsreife ist das größte Hindernis von Jugendlichen beim Eintritt ins Berufsleben. Hier setzt das IHK-Sommercamp gezielt und individuell an. Jetzt haben wieder 38 Jugendliche das Camp erfolgreich durchlaufen und erhielten ihre Abschlusszertifikate.

 

38 Jugendliche , darunter 10 Mädchen der Vorabschlussklassen aus 15 Münchner Hauptschulen aus insgesamt 10 Nationen (Deutsch, Togo, Vietnam, Türkei, Rumänien, Italien, Kosovo-albanien, Tschechien, Brasilien, USA) haben während der Sommerferien drei Wochen am IHK-Sommercamp in Walmünchen teilgenommen. Die direkte Ansprache und individuelle Förderung haben bei allen Jugendlichen zu einer enormen Verbesserung ihrer schulischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen geführt. Die Ergebnisse in Mathematik konnten im Schnitt bei allen verdoppelt werden. Im Lesen schaffte ein Juge eine Steigerung von mehr als drei Schuljahren und konnte damit das Niveau der 9. Klasse erreichen.

 

Nach der Zertifikatsübergabe startet die Nachbetreuung, die bis zum Übergang in den Ausbildungsmarkt dauert. IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen betonte die Bedeutung des IHK-Sommercampes. Es unterstütze die Unternehmen dabei, geeignete Azubis zu finden. "Fachkräfte wachsen nicht auf den Bäumen", betonte Driessen.

 

Als besonders wichtig unterstrich Markus Sackmann, Staatssekretär im bayerischen Arbeitsministerium, den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Er empfahl allen Jugendlichen, Praktika zu nutzen, um einen Einblick ins Berufsleben zu erhalten.

 

Mit dem IHK-Sommercamp haben die Jugendlichen, so Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, die besten Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulabschluss geschaffen. Die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz bezeichnete er als sehr gut. Denn die Anzahl der nicht besetzten Ausbildungsplätze steige in München kontinuierlich - von 1.100 im vergangenen Jahr auf 1.500 in 2011. "Keiner darf verloren gehen", mahnte er, allen Jugendlichen eine gute Ausgangsbasis zu verschaffen.

 

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