IHK steht zum Transrapid in München
München, 24.03.2006 (IHK) Als unnötige Verschwendung von Steuermitteln und durchsichtiges Ablenkungsmanöver kritisiert die IHK für München und Oberbayern die Studie der Landeshauptstadt München zum so genannten München-Airport-Express (MAEX) auf der Trasse der S 8: „Mit einer Investition in Höhe von nahezu einer Milliarde Euro für eine 25-Minuten-Fahrt, deren Finanzierung noch dazu völlig unklar ist, stellt dieses Projekt keine ernstzunehmende Alternative zum Transrapid dar“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. München brauche eine schnelle Lösung für die Flughafenanbindung mit einer zukunftsträchtigen Technologie. Der Transrapid könne im Gegensatz zu MAEX dieses konkrete Verkehrsproblem ohne Betriebsdefizite lösen und wäre zudem als Referenzprodukt ein wichtiger industriepolitischer Beitrag für den High-Tech-Standort Deutschland.
Die IHK appelliert deshalb an die Bayerische Staatsregierung ebenso wie an die Bundesregierung, die EU und die Deutsche Bahn AG, baldmöglichst die noch offene Finanzierungsfrage beim Transrapid zu lösen. „Sobald Klarheit über die Mittelbereitstellung herrscht, werden derartig unnötige Alternativdiskussionen schnell beendet sein“, so Dörfler. Dann wäre entsprechend der Koalitionsvereinbarung vom November 2005 endlich der Weg für eine attraktive Lösung frei, die Autofahrer zum Umsteigen auf die Schiene bringe, die damit die Straßen entlaste und zur Feinstaubvermeidung beitrage. Vor allem aber stärke eine Entscheidung für den Transrapid den Wirtschafts- und Tourismusstandort München.
