Bereits zum 10. Mal fand am 21. September 2011 der Tag der Bayerischen Ernährungswirtschaft statt
Obgleich Lebensmittel noch nie so sicher waren wie heute, hat in den vergangenen Jahren eine Flut von Medienberichten über lebensmittelbezogene Themen wie BSE, Gammelfleisch, Dioxin, Pestizide oder der Einsatz von Gentechnik zu einem Vertrauensverlust bei Teilen der Verbraucher geführt.
Hat die Arbeit der Ernährungswirtschaft, als Hauptverantwortliche für die Sicherheit und die Qualität ihrer Produkte in den vergangenen Jahren gelitten oder ist sie nur das Opfer krimineller Einzelfälle? Welche Auswirkungen hat die Marktmacht des Handels und die Tendenz, in immer kürzeren Abständen Niedrigpreisaktionen durchzuführen? Inwieweit tragen die Medien durch ihre Berichterstattung mit dazu bei, dass statt Vertrauen zunehmend Misstrauen beim Verbraucher entsteht und die subjektive Risikowahrnehmung mit den realen Gefahren nicht mehr übereinstimmt? Welche Rolle spielt die Politik? Und inwieweit trägt letztlich auch das widersprüchliche Verhalten des Verbrauchers selbst zum Vertrauensverlust bei, der zwar gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel verlangt, gleichzeitig aber keine Bereitschaft zeigt, hierfür angemessene Preise zu bezahlen?
Diesen Fragen wurde beim 10. Tag der Bayerischen Ernährungswirtschaft nachgegangen. Die beiden Hauptreferenten, Staatsminister Martin Zeil und Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, beleuchteten das Thema und zeigten Lösungsansätze auf. Resümée der Veranstaltung war, dass die umfangreiche Berichterstattung über Lebensmittelskandale das Bild vieler Verbraucher verzerrt habe. So werden mögliche Gesundheitsrisiken, die von Lebensmittel ausgehen könnten, höher eingeschätzt als die tatsächlichen Risiken, die beispielsweise von Rauchen, Alkohol und Drogen ausgingen. Hier sei auch eine umfassende Aufklärungsarbeit durch die Politik notwendig.
Das Veranstaltungsprogramm können Sie im Downloadbereich einsehen.
