Gegen Fachkräftemangel hilft Qualifikation
Nach IHK-Prognosen fehlen der Wirtschaft in der Region Oberland bereits im Jahr 2014 nahezu 12.000 Fachkräfte. Diese Zahl steige bis 2022 auf 19.000 fehlende Mitarbeiter. Vor allem bei höheren Qualifikationsstufen sei jetzt schon ein Mangel festzustellen, der sich in Zukunft noch verschärfen wird, so Stefan Loibl, Bereichsleiter Weiterbildung der IHK für München und Oberbayern. Das Rezept von IHK-Experte Loibl: Eine systematische Aus- und Weiterbildung im Betrieb, um die benötigten Fachkräfte selbst heranzuziehen. Loibl stellte verschiedene Förderprogramme vor, die Mitarbeitern und Unternehmen die Fortbildung erleichtern.
Gegen den drohenden Fachkräftemangel kündigte auch der Gremiumsvorsitzende Reinhold Krämmel mehr Aktivitäten des IHK-Gremiums bei Berufsinformation und Ausbildungsmessen an. „In diesem Bereich muss die Wirtschaft mehr Präsenz zeigen“, sagte Krämmel. Er lobte die Kooperationsbereitschaft der Schulen. Das IHK-Gremiums müsse auf diese Angebote zur Zusammenarbeit eingehen und daran mitwirken, dass in beiden Landkreisen noch mehr Ausbildungsmessen als bislang stattfinden, so Krämmel.
Über die Auswirkungen der Energiewende für die Wirtschaft informierte im Anschluss Norbert Ammann, IHK-Referatsleiter Energie, Patente, Forschung. Ammann befürchtet durch den Ausstieg aus der Kernenergie laut Zahlen der Bayerischen Staatsregierung eine Strom-Erzeugungslücke von 30 Prozent für Bayern im Jahr 2021. Der IHK-Experte stellte auch IHK-Angebote zur Energieberatung für Unternehmen vor. Die IHK habe in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen bereits knapp 30 Betriebe vor Ort beraten. Häufigste Themen dabei seien Einsparungen beim Heizen, bei der Beleuchtung, Erneuerbare Energie, Förderprogramme und Gebäude-Optimierung.
Die Präsentationen zu den zwei Vorträgen finden Sie in der rechten Spalte zum Download.